Sonntag, 30. Oktober 2016

Warum und Fracking und Elekto-PKW nerven - Eine Antwort aus egozentrischer Sicht

Natürlich gibt es jede Menge Gründe gegen Fracking und gegen PKWs insgesamt. Wer sich dafür interessiert, den verweise ich z.B. auf die vielfältigen Seiten von Umweltverbänden, Verkehrs-Bürgerinitiativen usw.
Hier mal meine ganz persönliche Sichtweise:
  • "Ölkrise" und autofreier Sontag in der Kindheit
  • Anti-AKW-Bewegung in der Jugend
  • Nie 'n Auto gekauft
  • Bestätigung der Sicht der Dinge als junger Erwachsener durch Tschernobyl
Berufswahl dementsprechend.

Ich dachte bis zum Ende meines Arbeitslebens so um 2030 sind wir mit der Sache durch:
  • Atomausstieg bis 2020
  • Weitgehender Ausstieg aus Kohle (Erneuerbare und ein bisschen Erdgas zur Stromerzeugung) bis 2030
  • Weitgehender Ausstieg aus dem Erdöl (Erneuerbare sind billiger als die letzten Tropfen Öl aus der Erde zu holen) auch bis 2030
  • Weitgehender Ersatz der privaten PKW durch Fahrrad, ÖP(N)V und Fußgänger auch bis 2030
Und jetzt Fraking und Elektro-PKW, so ein Misst. Das schadet der Umwelt, verschiebt die notwendigen Umstiege in Energie, Mobilität und Wirtschaft um gut 20 Jahre und futsch ist erfreuliche Aussicht später mal mit einem gelassenen "Wir haben gewonnen." in den Ruhestand zu gehen. 

Freitag, 21. Oktober 2016

Ausrede

Habe gerade eine gute Ausrede gefunden, warum ich nicht schreiben kann. Lustigerweise in einem Blog (von Wolfgang Herrndorf, 03.10.11): "Ich halte den Roman für den Aufbewahrungsort des Falschen. Richtige Theorien gehören in die Wissenschaft, im Roman ist Wahrheit lächerlich. Das Unglück, die neurotische Persönlichkeit, das falsche Weltbild, das falsche Leben. Das richtige Leben, das in den Abgrund führt. Das Böse. Die Zeit."
Irgendwie interesiiseren mich doch hauptsächlich Theporien, die sich der Wahrheit nähern, keine platten natürlich und keiner platten. Aber in Texten mit Prosaanspruch macht sich das doof.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Was passiert, wenn ich mir eingestehe, dass ich den Ausgang jedesmal schon kenne?



A01
Formen geben Halt. Zu den Formen gehört die Kausalität, Ursache-Wirkung, vorher-nachher. Viele Welten oder einmalige und immer also auch immer schon existierende Raumzeit? Die kartesische 3D-Welt + Zeitstrahl ist jedenfalls (nach eigener Beschreibung mittlerweile seit 100 Jahren) so aus der Mode geraten, dass es eigentlich überrascht, dass die Leute sie immer noch ernst nehmen. Aber solange ich nicht drum rum fliege funktioniert ja auch die flache Erde und wer weiß wieviel Leute 100 Jahre nach Kolumbus noch davon ausgegangen sind oder heute noch insgeheim davon ausgehen?

A02
Hätte ich wissen müssen, dass ich verrückt werde, wenn ich diesen Halt aufgebe oder bestand eine Chance, nur ein bisschen den Halt zu verlieren, was ja ganz gut ist, in einem Leben das festzufahren droht im Handeln, wenn dieses vom vermeintlichen Diktat der Kausalität bestimmt wird. Aber Anpassung an das „Vernünftige“ bedeutet in Konsequenz Panik-Atacken, Magengeschwüre und Burn-Out, da ist ein bisschen verrücken doch vorzuziehen.  



B01
Wie anstrengend bin ich jetzt so als Durchgeknallter? Manische Phasen sind ja wohl ätzender als depressive. Aber darum geht es mir nicht, hoffe ich. Dem schon immer Gewussten folgen, ohne „Phase“ ohne zu negieren, dass wir hier nun einmal festsitzen mit unseren Naturgesetzen, unseren Körpern, Sinnen, Zeitabläufen. Nur kurz mal ausbrechen können, jedenfalls gilt das für die, die wir für glaubwürdig halten.

A03
So genau denken wie möglich, das hat mich schon immer ausgemacht. Beweise in der Mathe-AG, Multivibratoren und erste ICs beim Elektronik-Basteln, Ursprung von Familie, Privateigentum und Staat und Revolution und Dialektik ohne Dogma in Philosophie und Politik. Damit hat es angefangen und ging dann so weiter.

C01
Ich liege neben einem (minimal) älteren aber natürlich viel „weiteren“ Mädchen im Grunewald und gucke in den Sternenhimmel … fantastisch. Habe gerade zum erstenmal etwas genauer über Einstein mitbekommen. Mir ist klar, ich gucke in die Raumzeit; dadurch wird das Ganze für mich noch ehrfürchtiger. Aber spätestens als ich davon erzähle, kicke ich mich ins Aus (vermutlich war ich nie im An, aber wer weiß das nach so langer Zeit?). Die gelungen abstoßende Kombination aus Streber und Angeber scheint das durchzuschimmern, mindestens aber der Stimmungsverderber, der immer alles erklären will. Nerds waren noch nicht erfunden und ihre Vorgänger nicht so beliebt wie Sheldon. Wusste ich, dass mich das ins Aus befördert? Wollte ich es wider besseres Wissen ausprobieren? Oder wollte ich es einfach hinter mich bringen, weil ja sowieso keine Chance bestand.

D01
Sie schlägt mich, mit geritzten Amen. Hab ich es verdient? Sich fremd verlieben und dem Folgen, ist das so verwerflich? Ich beschwere mich nicht, aber ich entschuldige mich auch nicht. Vielleicht hätte ich mich beschweren sollen und deutlich machen, dass ich mitleide, dass es mir leid tut, dass ich Anlass für ihre Ritzereien bin. Kurz darauf wird sie schwanger, was sie mit Macht will und gegen mich durchsetzt „vögeln mit Verhütung fühlt sich an wie vergewaltigt werden“. Plötzlich überlegt sie, die Schwangerschaft abzubrechen, ich sei als Vater ein zu unsicherer Kandidat. Wir wechseln für kurze Zeit die Rollen. Für mich übersteigt die Bedeutung des Kinderbekommens bei weitem die Bedeutung von Beziehung. Meine Schwester hatte mal abgetrieben, weil es der „falsche“ Mann war. Es folgte eine heftiger Entzündung und jetzt versuchte sie seit einiger Zeit, vom „richtigen“ schwanger zu werden und es war unklar, ob das noch funktioniert – später glücklicherweise ja. Wir bekommen einen Sohn, eine wirklich gute Entscheidung in meinem Leben, vergleichbar nur mit dem Entschluss zum zweiten Kind drei Jahre später.
Das Würmchen, ungefähr 5 Minuten alt und seit 30 Sekunden abgenabelt, liegt auf meinem Bauch und plötzlich fallen sich verlieben und lieben zusammen. Das braucht endlich mal nicht hinterfragt zu werden und das bleibt auch so.


E01
Habe ich den Schneid verloren? Muss ich meine Kinder berauben, um wieder Zauberer zu werden? Der Verlust ging leicht: Der Sozialismus hatte als erster aufgegeben, der Kapitalismus blieb übrig. Die Großwetterlage forderte Anpassung. Zudem bekam ich einen Job mit Ex-DDR-lern, die bestimmt erstmal nichts mehr von der Abschaffung der Kapitalstrukturen als wesentlich strukturbildendem Gesellschaft-Merkmal hören wollten. Und natürlich: die Kinder, Verantwortlicher Alltag und Finanzierung des Lebens.

E02
Und die gefundene Nische „Energiefrage und Bildung“ war ja auch nicht gerade Verrat. Noch waren wir Außenseiter und durften es - in finanzierten Projekten - nicht so direkt sagen mit unserer Sicherheit, dass es absehbar auf 100% erneuerbare Energien hinauslaufen muss und hierzu auch Energiesparen und bewusster gesellschaftlicher Konsens notwendig sind. Kein verbrauchter Liter Erdöl kommt zurück, ebensowenig Kohle oder Erdgas. Das alles in der Atmosphäre landet und das Klima ändert ist ein – eigentlich nicht notwendiges zusätzliches Argument. Der Verbraucht allein genügt, um den Umstieg notwendig zu machen.

E03
Mit den Jahren wurden wir mehrheitsfähig. Die Position damit auch von systemkonformeren Einrichtungen vertreten. Weiter im Geschäft bleiben heißt dann, Anpassung an Konkurrenz, die junger und frischer daher kommt oder bessere Kontakte nach oben aufweisen kann.

E04
Weitere Anpassung, Buhlen um Aufträge und Anerkennung kostet dann wirklich den Schneid. Werben mit „Referenzen“ heißt Stolz zu sein, auf das was man getan hat, aber: „Auf das stolz zu sein, was man getan hat, dazu wird sich nur das Vulgäre herablassen; und diejenigen, die sich zu dieser Herablassung bereitfinden, werden die ‚Sklaven und Gefangenen‘ ihrer eigenen Fähigkeiten, wobei sie vielleicht sogar entdecken könnten, sofern mehr von ihnen übrigbleibt, als die reine, stupide Eitelkeit, dass es nicht weniger bitter, vielleicht aber noch beschämender ist, der Sklave seiner selbst als der Diener eines anderen zu sein.“- Hannah Arendt: Vita activa

C02
Ender der 70er war ich jung, angepasst/linksradikal; die 27er und ersten RAFler waren tot; aus Vernunftgründen -nicht berühmt genug um als Person was zu bewegen und Tod ist bestimmt keine Lösung - in der SPD, die mich aber ein Jahr später wieder rauswarf. Trotzdem waren die Toten die Vorbilder. Meine Mutter war vor ein paar Jahren mit MP nach Hause gebracht worden. Verwechslung mit geflohenem Mitglied des 17. Juni.

C03
Im Konfirmantenunterricht: RAF-ler verstecken?
Mittelweg: Für eine Nacht

C04
In der höchsten Not bringt der Mittelweg den Tod.

F
Frauendemo 73
Die Unglücklichen in der Rigaer

G
Nächtliche Arbeit von 2 bis 3
Stehe dazu, dass du leitest
Wehre dich gegen Anmache
Stehe zu deiner Sexualität
Bellatrix Lestrange frisch aus Askaban
„Und jeder Vollidiot weiß, dass das die Liebe versaut!“ bezieht sich auf ihren Mann. Ich behalte es dann doch nicht lange als „Geheimwissen“. War es falsches Geheimwissen? Ist doch egal, Hauptsache du denkst, du hättest Geheimwissen, das macht in Kombination sicher und geheimnisvoll, also sehr attraktiv. Was’n Scheiß wenn es nur so geht. Aber wenn dem so ist, dann sollte ich das nach 40 Jahren Offenheit und Feminismus und so mal akzeptieren. Geht ja nicht darum, Macker zu werden.
Ich liebe dich! Das sage ich nicht so einfach. Wir haben 20 Jahren. Kein Abschied! Auf Nachfrage: Ist mit zu viel mit zwei Beziehungen.
Mal sehen wie es nach 2 Jahre aussieht.



H
AStA, Besetzung Mathegebäude
Bruch mit Mittelbau und Autonomen (Nagel mal einen Pudding an die Wand), aber nicht für immer
Vergewaltigung als Ausweg, reden wir lieben von sexuellem Missbrauch, dann können wir besser damit leben-
Ich kann auch ohne… Mehr sein als seine Leistungen und Fähigkeiten.
Und wie ist das jetzt, nach 20 Jahren im Job?
„Aus der Konkurrenz rausgehen“ klingt gut oder ist das nur ein gutes Argument zu kneifen, hinzunehmen, dass weiter falsches passiert.
Wie weiß ich vorher, ob der Grund selbstbezogene Konkurrenz und Eitelkeit ist, oder die ehrliche Überzeugung, dass ich an dieser Stelle stehe und das Problem lösen muss? à Wenn das Problem banal wird, ist das ein gutes Zeichen, dass man sich nicht sicher gehen muss, sondern einfach aufhören kann.
Nichts mehr von alledem. Es gibt keine Alternative zum Antritt der Ixtlan-Reise. 

I
Ich renne schreiend durch das Peace-Camp
Warum hau ich immer ab?
Polyamorie oder auch nur Angst vor dem rausfallen.
„Nichts fällt aus dieser Welt“   

J
Am Tisch im EC sitzt sie mir gegenüber und sieht unaufgeregt eigenständig aus. Ich lächele sie an. Sie liest von der Giraffe, wird müde und legt sich über ihre Tasche auf dem Nachbartisch. Wenn sie mich ganz doof fände, würde sie das nicht machen. Ich habe jetzt genug gearbeitet. Ein Bier, schließlich fahren wir durch Tschechien und ein Stück Kuchen, denn bislang gab es nur Käsebrote und Tomaten. Soll ich ihr was mitbringen? Nein, danke. Mach ich trotzdem. Ist auch richtig. Sie ist Filmemacherin und nett und aus Berlin, zu jung und mit Freund - Scheiß Pillenknick - und vielleicht wird mal ein Video draus.



Samstag, 8. Oktober 2016

Dann fang ich mal an

Viele Themen; überall - PC, Handy, Laptop - steht was - hierhin komm ich von überall; Roman wirds eh nicht, vielleicht interessiert es ja auch mal andere